XXHL, GIGA TOURS ET MEGA PONTS

Paris (F) | 2020

Visionäre Architektur erfordert neue Bauweisen und innovative Materialien. Weltweit arbeiten Ingenieure an konstruktiven Lösungen für immer extremere Bauten. Die immersive und interaktive Wechselausstellung „XXHL, giga tours et méga ponts“ in der Cité des Sciences et de l'industrie in Paris wirft auf 1000 qm einen Blick hinter die Kulissen radikaler Bauwerke. Im Auftrag von Universcience hat TMS die multimediale Ausstellung als Generalübernehmer konzipiert, gestaltet und realisiert.

Gemeinsam mit dem Museum und im Dialog mit namhaften Experten wurden komplexe Inhalte in eine anspruchsvolle mediale Szenografie überführt. Anhand konkreter Beispiele stellt XXHL die großen Herausforderungen des Bauens jenseits der Norm dar. Zu Beginn des Rundgangs werden den Besuchern in einer 360 Grad Projektion die wichtigsten ingenieurtechnischen Fragen und deren Lösungen präsentiert. Höhere Widerstandsfähigkeit der Baustoffe, verbesserte Gründungstechniken und die Optimierung des Kräftegleichgewicht innerhalb eines Gebäudes sind die Schlüssel zum Verständnis des Bauens der Zukunft.

Im zweiten Teil können die Besucher an acht teilweise interaktiven Tischen einzelne Bauwerke und Themen wie etwa die Herstellung von Hochleistungsbeton vertiefen. Highlight der Ausstellung bilden Architekturmodelle, die mit Projection Mappings augmentiert werden. Mit einer eigens entwickelten AR App können Besucher ein Stadteil-Modell detailliert erkunden.

Auf dem Modell des 828 m hohen Burj Khalifa Wolkenkratzer in Dubai zeigt eine Video-Mapping Projektion wie die Fundamenten aus Metallpfählen 50 Meterin die Tiefe gerammt wurden, damit sie 300.000 Tonnen Beton tragen können. 12.000 Arbeiter arbeiteten an dieser gigantischen Konstruktion, für die sogar Sand aus Australien importiert wurde.

Am Beispiel der Renovierung des Montparnasse-Turms erklären Vorher-Nachher Simulationen, welche Veränderungen an dem Gebäude aus dem Jahr 1973 vorgenommen werden müssen, um es energieeffizienter zu machen und auf dem Dach Photovoltaik-Zellen sowie ein Gewächshaus zu installieren. Die AR-App erlaubt einen Blick zurück in die bewegte Bauphase des Wolkenkratzers zu dem auch der U-Bahn Anschluss Montparnasse – ein unterirdischer Umsteigebahnhof der Pariser Métro gehört.

Die Brücke von Millau in Südfrankreich ist mit 2460 Meter die längste Schrägseilbrücke der Welt und mit 343 m zudem das höchste Bauwerk Frankreichs. Die ikonische Brücke zieht jedes Jahr tausende Touristen an. Ihre außergewöhnliche Struktur erinnert an ein Segelboot. Anschauliche projizierte Animationen auf ein filigranes Modell zeigen die Brücke im Kontext des Tals, vermitteln den Bauprozess und erklären weshalb das Tragwerk so widerstandsfähig gegen Windlasten ist.

In der gesamten Ausstellung macht der systematische Einsatz von Medien die ingenieurtechnischen Errungenschaften jedes einzelnen Bauwerks sichtbar und hilft die besonderen statischen und konstruktiven Lösungen zu verstehen.

 

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Visionäre Architektur erfordert neue Bauweisen und innovative Materialien. Weltweit arbeiten Ingenieure an konstruktiven Lösungen für immer extremere Bauten. Die immersive und interaktive Wechselausstellung „XXHL, giga tours et méga ponts“ in der Cité des Sciences et de l'industrie in Paris wirft auf 1000 qm einen Blick hinter die Kulissen radikaler Bauwerke. Im Auftrag von Universcience hat TMS die multimediale Ausstellung als Generalübernehmer konzipiert, gestaltet und realisiert.

Gemeinsam mit dem Museum und im Dialog mit namhaften Experten wurden komplexe Inhalte in eine anspruchsvolle mediale Szenografie überführt. Anhand konkreter Beispiele stellt XXHL die großen Herausforderungen des Bauens jenseits der Norm dar. Zu Beginn des Rundgangs werden den Besuchern in einer 360 Grad Projektion die wichtigsten ingenieurtechnischen Fragen und deren Lösungen präsentiert. Höhere Widerstandsfähigkeit der Baustoffe, verbesserte Gründungstechniken und die Optimierung des Kräftegleichgewicht innerhalb eines Gebäudes sind die Schlüssel zum Verständnis des Bauens der Zukunft.

Im zweiten Teil können die Besucher an acht teilweise interaktiven Tischen einzelne Bauwerke und Themen wie etwa die Herstellung von Hochleistungsbeton vertiefen. Highlight der Ausstellung bilden Architekturmodelle, die mit Projection Mappings augmentiert werden. Mit einer eigens entwickelten AR App können Besucher ein Stadteil-Modell detailliert erkunden.

Auf dem Modell des 828 m hohen Burj Khalifa Wolkenkratzer in Dubai zeigt eine Video-Mapping Projektion wie die Fundamenten aus Metallpfählen 50 Meterin die Tiefe gerammt wurden, damit sie 300.000 Tonnen Beton tragen können. 12.000 Arbeiter arbeiteten an dieser gigantischen Konstruktion, für die sogar Sand aus Australien importiert wurde.

Am Beispiel der Renovierung des Montparnasse-Turms erklären Vorher-Nachher Simulationen, welche Veränderungen an dem Gebäude aus dem Jahr 1973 vorgenommen werden müssen, um es energieeffizienter zu machen und auf dem Dach Photovoltaik-Zellen sowie ein Gewächshaus zu installieren. Die AR-App erlaubt einen Blick zurück in die bewegte Bauphase des Wolkenkratzers zu dem auch der U-Bahn Anschluss Montparnasse – ein unterirdischer Umsteigebahnhof der Pariser Métro gehört.

Die Brücke von Millau in Südfrankreich ist mit 2460 Meter die längste Schrägseilbrücke der Welt und mit 343 m zudem das höchste Bauwerk Frankreichs. Die ikonische Brücke zieht jedes Jahr tausende Touristen an. Ihre außergewöhnliche Struktur erinnert an ein Segelboot. Anschauliche projizierte Animationen auf ein filigranes Modell zeigen die Brücke im Kontext des Tals, vermitteln den Bauprozess und erklären weshalb das Tragwerk so widerstandsfähig gegen Windlasten ist.

In der gesamten Ausstellung macht der systematische Einsatz von Medien die ingenieurtechnischen Errungenschaften jedes einzelnen Bauwerks sichtbar und hilft die besonderen statischen und konstruktiven Lösungen zu verstehen.

 

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Credits

Auftraggeber

Cité des Sciences et de l’Industrie - Universcience

 

Lead-Agentur / Generalübernehmer

TAMSCHICK MEDIA+SPACE GmbH

 

Aufgaben

Kreativdirektion, Projektleitung, Konzeption, Szenografie, Grafik Design, Mediendesign, Medienproduktion, Programmierung, Sounddesign, Lichtdesign

 

Creative Lead

Marc Tamschick

 

Kreativdirektion, Szenographie

Gaël Perrin

 

Projektleitung

Charlotte Retaggi

 

Produktionsleitung

Ekaterina Petrova

 

Konzept

Marc Tamschick

Gaël Perrin

Jan Köpper

 

Motion Design

Gaël Perrin

Mattis Gutsche

Caroline Heinrich

Marcel Krumbiegel

Michael Tan

Michael Trende

 

Grafik Design

Gaël Perrin

 

Sound Design

Mattis Gutsche

 

Software Entwicklung

André Viergutz

Benjamin Kiesewetter

 

Texte

Gaël Perrin, Jean-François Haït

 

Design und Planung

Riccardo Torresi

Jan Köpper

 

Technischer Direktor

Dirk Ostkamp

 

Technische Beratung

Björn Seeger

 

Ausstellungsbau und Beleuchtung

Decoral / Etna Lumières

 

Medientechnik und Implementierung

Mvision

 

Modellbau

Werk5 GmbH, TAMSCHICK MEDIA+SPACE GmbH

 

Sonderbau

Borodesign

 

Fotos

Arnaud Robin / EPPDCSI

Technische Details

Einführung

31 x 3 m Wandgrafik

 

Immersiver Raum

360° Immersive Großprojektion auf transluszentem Gewebe

3 x Screen 10,4 x 5,5 m / 1 x screen 18 x 5,5 m

5 x Full HD Projektoren

4 Kanal Sound System

 

Ausstellungsraum

1 Tisch mit Modell und 4 Tablets mit AR-App

1 Tisch mit Aufprojektion WUXGA und Modell mit 3 x Projection Mapping Full HD / Sound

1 Tisch mit Aufprojektion WUXGA auf Tisch und Modell / Sound

1 interaktiver Tisch mit Aufprojektion WUXGA, Space Mouse, Buttons / Sound

1 interaktiver Tisch mit Aufprojektion WUXGA, Buttons / Sound

1 Tisch mit Aufprojektion WUXGA / Sound

2 Tische mit Materialproben, Grafik und Text