FESTUNG XPERIENCE

DRESDEN (DE) | 2019

Unter der Brühlschen Terrasse, dem „Balkon Europas“, verbirgt sich die Festung Dresden. In dieser einst hochmodernen und in ihrer Authentizität erhaltenen Bastionärsbefestigung aus dem 16. Jahrhundert entwickelte und realisierte TAMSCHICK MEDIA+SPACE als Generalübernehmer für die Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen (SBG) eine neue, erlebnisorientierte Dauerausstellung und die mediale Szenografie von der Idee bis zur Implementierung unter anspruchsvollsten klimatischen Bedingungen. Die Geschichte der Festung wird als audiovisuelles Hörspiel mit Motion-, Licht- und Sounddesign immersiv erzählt.

Es ist ein einzigartiges, facettenreiches Format, das ein Eintauchen in die Geschichte ermöglicht und das Gefühl hervorruft, sich mitten in den historischen Geschehnissen zu befinden. Die multimediale, multisensorische und weitestgehend immaterielle Inszenierung, deren wesentlicher konzeptueller Impulsgeber die SBG war, macht die Besucher zu Akteuren. Unter der kuratorischen Leitung von Dr. Dirk Welich als Hörspiel konzipiert, das in den dreidimensionalen Raum übertragen wurde, kommt die Ausstellung fast ganz ohne Exponate aus. TAMSCHICK MEDIA+SPACE hat mit namhaften Sprechern und emotionaler Filmmusik, animierten Stichen und Gemälden sowie mit raumfüllendem Projectionmapping ein innovatives Ausstellungsformat kreiert, das am authentischen Ort Geschichte in die Gegenwart holt. 

Auf 1800 qm lassen 360- und 720-Grad-Projektionen, interaktiver Sound, Lichtdesign und eine erzählte Story fünf Jahrhunderte Stadtgeschichte lebendig werden. Eine der größten Besonderheiten ist die Tatsache, dass es keine klassischen Ausstellungsstücke gibt. Mit Projectionmapping auf die meterdicken Mauern und auf einen Kettenvorhang, mit choreografiertem Licht, einer poetischen Schatteninstallation und, nicht zuletzt, mit einem innovativen Klangerlebnis über ein interaktives Soundsystem wird die Festung selbst zum Exponat. Die Besucher bekommen zu Beginn ein Audioset ausgehändigt, das jedem einzelnen eine individuelle Hörerfahrung ermöglicht. Damit werden die Tonspuren genau dann ausgelöst, wenn man sich in bestimmte Bereiche bewegt und ertönen wie aus realen Klangquellen dreidimensional über Kopfhörer. So lässt man sich von den Stimmen dreier Erzähler, darunter Moritz von Sachsen als Bauherr der Festung, auf dem Ausstellungsparcours leiten. Entlang von 25 Stationen entfaltet sich um die Besucher herum ein multimediales Spektakel aus Bild und Klang. 

Die Besucher werden in den verschiedenen Festungsräumen zu Voyeuren, manchmal sogar zum Teil der Szenen. Die Erzähler treten nicht didaktisch auf, sondern die Besucher haben das Gefühl, ihren Gesprächen und Gedanken beizuwohnen. Die Sprache der Figuren lehnt sich an historische Originaltexte an. Durch die Erzählstränge der unterschiedlichen Charaktere werden die Besucher auf emotionale Weise an die Erfahrungswelt und das Leben in vergangenen Zeiten herangeführt. Eigens komponierte Filmmusik und ein visueller Stil, der von historischen Darstellungen abgeleitet ist, unterscheiden sich in den Räumen entsprechend der erzählten Inhalte. 

Im Großen Kanonenhof, dem Herzen der Festung, fließen alle Stränge und Themen der Ausstellung zusammen und gehen in einer Mainshow auf. In diesem immersiven medialen Raumtheater entfaltet sich die Festungsgeschichte auf Wänden, Decke und Boden, von der Planung des Baus über seine Verteidigung bis hin zum Hochwasser. Aufgrund der Lage der Festung direkt an der Elbe war das Hochwasser schon immer eine Bedrohung für das Gebäude, was auch bei der Inszenierung bedacht wurde. In jedem Raum ist die modular aufgebaute Technik unter der Decke installiert und kann gegebenenfalls mit geringem Aufwand de- und reinstalliert werden. 

Insgesamt ist die Festung Xperience ein innovatives audiovisuelles Erlebnis, das in dieser Form absolut einzigartig ist. Die integrierte Inszenierung spricht verschiedene Zielgruppen an – regional und international, jung und alt, mit und ohne Geschichtskenntnis – und bietet der Stadt Dresden ein starkes Identifikationsmoment, das die Zeiten überdauern wird. 

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Unter der Brühlschen Terrasse, dem „Balkon Europas“, verbirgt sich die Festung Dresden. In dieser einst hochmodernen und in ihrer Authentizität erhaltenen Bastionärsbefestigung aus dem 16. Jahrhundert entwickelte und realisierte TAMSCHICK MEDIA+SPACE als Generalübernehmer für die Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen (SBG) eine neue, erlebnisorientierte Dauerausstellung und die mediale Szenografie von der Idee bis zur Implementierung unter anspruchsvollsten klimatischen Bedingungen. Die Geschichte der Festung wird als audiovisuelles Hörspiel mit Motion-, Licht- und Sounddesign immersiv erzählt.

Es ist ein einzigartiges, facettenreiches Format, das ein Eintauchen in die Geschichte ermöglicht und das Gefühl hervorruft, sich mitten in den historischen Geschehnissen zu befinden. Die multimediale, multisensorische und weitestgehend immaterielle Inszenierung, deren wesentlicher konzeptueller Impulsgeber die SBG war, macht die Besucher zu Akteuren. Unter der kuratorischen Leitung von Dr. Dirk Welich als Hörspiel konzipiert, das in den dreidimensionalen Raum übertragen wurde, kommt die Ausstellung fast ganz ohne Exponate aus. TAMSCHICK MEDIA+SPACE hat mit namhaften Sprechern und emotionaler Filmmusik, animierten Stichen und Gemälden sowie mit raumfüllendem Projectionmapping ein innovatives Ausstellungsformat kreiert, das am authentischen Ort Geschichte in die Gegenwart holt. 

Auf 1800 qm lassen 360- und 720-Grad-Projektionen, interaktiver Sound, Lichtdesign und eine erzählte Story fünf Jahrhunderte Stadtgeschichte lebendig werden. Eine der größten Besonderheiten ist die Tatsache, dass es keine klassischen Ausstellungsstücke gibt. Mit Projectionmapping auf die meterdicken Mauern und auf einen Kettenvorhang, mit choreografiertem Licht, einer poetischen Schatteninstallation und, nicht zuletzt, mit einem innovativen Klangerlebnis über ein interaktives Soundsystem wird die Festung selbst zum Exponat. Die Besucher bekommen zu Beginn ein Audioset ausgehändigt, das jedem einzelnen eine individuelle Hörerfahrung ermöglicht. Damit werden die Tonspuren genau dann ausgelöst, wenn man sich in bestimmte Bereiche bewegt und ertönen wie aus realen Klangquellen dreidimensional über Kopfhörer. So lässt man sich von den Stimmen dreier Erzähler, darunter Moritz von Sachsen als Bauherr der Festung, auf dem Ausstellungsparcours leiten. Entlang von 25 Stationen entfaltet sich um die Besucher herum ein multimediales Spektakel aus Bild und Klang. 

Die Besucher werden in den verschiedenen Festungsräumen zu Voyeuren, manchmal sogar zum Teil der Szenen. Die Erzähler treten nicht didaktisch auf, sondern die Besucher haben das Gefühl, ihren Gesprächen und Gedanken beizuwohnen. Die Sprache der Figuren lehnt sich an historische Originaltexte an. Durch die Erzählstränge der unterschiedlichen Charaktere werden die Besucher auf emotionale Weise an die Erfahrungswelt und das Leben in vergangenen Zeiten herangeführt. Eigens komponierte Filmmusik und ein visueller Stil, der von historischen Darstellungen abgeleitet ist, unterscheiden sich in den Räumen entsprechend der erzählten Inhalte. 

Im Großen Kanonenhof, dem Herzen der Festung, fließen alle Stränge und Themen der Ausstellung zusammen und gehen in einer Mainshow auf. In diesem immersiven medialen Raumtheater entfaltet sich die Festungsgeschichte auf Wänden, Decke und Boden, von der Planung des Baus über seine Verteidigung bis hin zum Hochwasser. Aufgrund der Lage der Festung direkt an der Elbe war das Hochwasser schon immer eine Bedrohung für das Gebäude, was auch bei der Inszenierung bedacht wurde. In jedem Raum ist die modular aufgebaute Technik unter der Decke installiert und kann gegebenenfalls mit geringem Aufwand de- und reinstalliert werden. 

Insgesamt ist die Festung Xperience ein innovatives audiovisuelles Erlebnis, das in dieser Form absolut einzigartig ist. Die integrierte Inszenierung spricht verschiedene Zielgruppen an – regional und international, jung und alt, mit und ohne Geschichtskenntnis – und bietet der Stadt Dresden ein starkes Identifikationsmoment, das die Zeiten überdauern wird. 

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Credits

Auftraggeber

Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH

 

Kurator 

Dr. Dirk Welich

 

Lead-Agentur / Generalübernehmer

TAMSCHICK MEDIA+SPACE GmbH

 

TMS Aufgaben

Mediale Szenografie: Kreativdirektion, Kreativproduktion, Konzeption, Entwicklung von Drehbuch, Hörspiel und Musik, Mediendesign, Medienproduktion, Medientechnik, Lichtdesign, Einbauten

 

Kreativdirektion
Charlotte Tamschick

 

Kreativproduktion

Jan Köpper

 

Projektmanagement

Tobias Ziegler, Hanna Stoff

Ekaterina Petrova (Assistenz)

 

Konzept 
Charlotte Tamschick, Jan Köpper, Elisa Broß, Camila Bernal Samper

 

Artdirektion 
Gaël Perrin

 

Motiondesign 
Gaël Perrin, Mattis Gutsche

 

Software-Entwicklung

Abraham Manzanares, André Viergutz

 

Technische Planung 

Planungsbüro Seeger, Dipl.-Ing. Björn Seeger

 

Drehbuch und Tonregie

SchillerWendt GbR, Christian Schiller und Marianne Wendt mit TAMSCHICK MEDIA+SPACE GmbH

 

Sounddesign und Komposition
Not A Machine GbR mit TAMSCHICK MEDIA+SPACE GmbH 

 

Audiosystem 

usomo by FRAMED immersive projects GmbH & Co. KG

 

Lichtplanung

lichttransfer, Katrin Söncksen mit TAMSCHICK MEDIA+SPACE GmbH

 

Medientechnik

MATEC GmbH

 

Projektorengehäuse

Tempest

 

Einbauten

Gestaltung: Karin Knott

Realisierung: Stahlbau Altdöbern GmbH

 

Sonderbauten
Archimedes Exhibitions GmbH
Borodesign